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Deutsche Kindermeisterschaften | ||
Mit Spannung bin ich (Shorty) zu den Deutschen Kindermeisterschaften gefahren. Mama und Oma bildeten meinen Fanclub und ich wäre sehr froh gewesen, wenn einige Mannschaftskollegen als seelische Unterstützung dabei gewesen wären. Damit gar kein Stress aufkommen konnte, hatte Oma schon vor Wochen eine Unterkunft gemietet und wir fuhren am Freitag vollkommen locker (Ha, Ha) Richtung Chemnitz. In Chemnitz eingetroffen, bin ich gleich mit Mama zur Schwimmhalle gefahren, um mir die Halle anzuschauen. Mama maulte wegen der nicht vorhandenen Tribüne, aber ich war vom Becken beeindruckt. Nun begann das Warten und die Sekunden wurden zu Stunden und die Stunden zur Ewigkeit. Nach einer schlaflosen Nacht war es soweit, der Wettkampftag, der Tag meiner Träume. Ich wollte mein Bestes geben, aber meine Nerven lagen blank. Ein tolles Gefüht Herrn Beck zu sehen, aber meinen Puls konnte er auch nicht beruhigen. "Shorty bleib locker", leichter gesagt als getan. Selbstzweifel machten sich breit, wie gut bin ich trainiert, hält das Schnorchelband, bloß keinen Fehlstart hinlegen, wie stark ist die Konkurrenz (Mama hatte das Meldeergebnis vor mir versteckt) und und und... Alle Wettkämpfer versammelten sich um das Becken und wurden vom Veranstalter begrüßt (das nennt man also Gänsehautfeeling). Dann war es soweit, der Wettkampf begann und für mich auf Grund der Verspätungen eine unendlich lange Wartezeit. Gegen 13.30 / 200 m FS / Startblock 5 / war es so weit Ich schaute mir die Konkurrenz an und wusste wieder, warum ihr mich Shorty getauft habt. Das Signal zum Vorstart und mein Herz hämmerte und mir wurde merklich kühler und übel, der Startschuss knallte und dann....ich war in meinem Element, aber die Lockerheit war nicht da. Ich schlug mit einer Zeit von 2:04,94 min. an, verbesserte meine Bestzeit um sechs Sekunden und erreichte Platz 2. Ich könnte mein Glück kaum fassen, Zweite bei den Deutschen Meisterschaften, ein geiles Gefühl. Gegen 15.30 / 50 m FS / Startblock 4 Dieser Durchgang nicht gerade von mir geliebt verlief solala. Zwar war die Nervosität nicht mehr ganz so schlimm und Herr Beck hatte im Vorfeld mein Schnorchelband ausgetauscht, dennoch konnte ich meine Bestzeit hier nicht verbessern und belegte in 0:26,20 leider nur den Zitronenplatz 4. Als ich bei Herrn Beck zum Rapport antrat, unterrichtete mich dieser, dass meine Flosse im Sterben liegt und ich deshalb auch nicht schneller mit diesem Material schwimmen konnte. Damit war der erste Wettkampftag vorbei........... Am Sonntag wiederholte sich das Szenario. Man da war schon wieder diese Überlkeit und Nervosität. 10.00 Uhr / 800 m FS / Startbahn 4 Eigentlich meine Lieblingsstrecke, Christine würde jetzt mit der Monoflosse für Furore sorgen, aber Shorty.........Nach Rücksprache mit Herrn Beck stand mein Entschluss fest, ich ging mit zwei Flossen an den Start. Das Rennen lief super und ich schwamm mir einen Vorsprung heraus, den ich bis ca. 770 m inne hielt. Dann kam der Angriff auf der Nebenbahn mit Monoflosse, ich gab alles, macht mich laaaaaang und schlug in 9:54,98 an. Ich hatte wieder meine Bestzeit verbessert und belegte den zweiten Platz. 12.00 Uhr / 400 m FS / Startbahn 1 Ich hatte schon viel erreicht, meine stärkste Konkurrentin aus Heilbronnschwamm auf Bahn 6, ansonsten nur 91er Jahrgänge im Lauf und diesmal war es Shortytime.........400 m vom Traum entfernt und ich wollte diesen Traum zur Realität werden lassen, um damit den vielen Leuten zu danken, die mir in wenigen Wochen soviel beigebracht hatten. Der Start lief super und auf einmal war alles so leicht, ich besann mich auf die erlernte Technik und schwamm mit mittlerer Frequenz, weil ich diesmal zum Ende hin meinen Angriff starten wollte. Dann die letzte Wende, noch 30 Meter und dann mein Spurt, ich sah den Beckenrand und schlug an. Mein Blick ging als erstes zur Anzeigetafel, aber ich konnte meine Platzierung nicht erkennen, dann der Blick zu meinem Fanclub und Herrn Beck. Ich konnte die Freude sehen, aber ich dachte:"Mist, hat leider nicht gereicht!" Als ich aus dem Becken kam und zur Fangemeinde ging, standen Oma und Mama am Beckenrand und weinten. Erst da erfuhr ich, ich war Deutscher Meister. Ich hatte es geschafft, ich konnte mein Glück nicht fassen! Die Siegerehrung war ein tolles Gefühl, leider verschlief meine Fangemeinde diese bei einer Tasse Kaffe im Restaurant. 13.30 Uhr / 100 m FS / Startbahn 7 Mein Shorytkörper schmerzte, aber auch hier wollte ich nochmal alles geben. Ich schlug mit einer neuen Bestzeit von 0:57,72 an und belegte Platz zwei. Es war geschafft, ich war froh und müde und die Heimfahrt mit meiner Fangemeinde habe ich nicht so richtig mitbekommen. Und das schönste, ich brauch nicht mehr vom Titel zu träumen, weil ich mir diesen Traum erfüllt habe. Shorty im Mai 2004 |
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