Finswimming
CMAS-Trophy

Mit einer aus vier deutschen Vereinen (Berliner TSC, TSC Rostock, TS Döbeln und TC fez Berlin) zusammengestellten Mannschaft starteten wir am Donnerstag Abend zu den Europameisterschaften der Vereine nach Frankreich. In Sachsen und Thüringen stießen noch die Mannschaften aus Leipzig und Pößneck zu uns, so dass wir mit einem prall gefüllten Bus weiterfuhren. Auf höchstens zwei Sitzen eine angenehme Schlafposition zu finden, gestaltete sich äußerst schwierig. Am Freitag Nachmittag kamen wir nach 19 Stunden Fahrt wohlbehalten aber totmüde in Aix-en Provence an.

Der Samstag begann mit einer kurzen Eingewöhnungseinheit, um die müden Knochen und Muskeln wieder einigermaßen in Form zu bringen. Um 16.00 Uhr ging es dann zum anstrengenden Teil des Wochenendes über. Das 100-m-Rennen der Damen wurde ein russischer Kampf um den Europarekord. Drei Damen schlugen im Abstand von sieben Hundertsteln im Ziel an (0:41,72 / 0:41,77 / 0:41,79). Erst knapp zweieinhalb Sekunden später folgten die Schwimmer der anderen europäischen Teams. Christine schwamm in 0:44,85 auf den sechsten Platz. Diese Zeit bedeutete gleichzeitig Bestzeit und neuer Vereinsrekord.
Bei den Herren belegte Sven Kaiser aus Döbeln den dritten Platz und sammelte damit wertvolle Punkte für unsere Mannschaft. Er konnte zwar nicht an seinen deutschen Rekord vom März anknüpfen, schwamm jedoch in 0:38,53 eine internationale Spitzenzeit.

Über 400 m DTG ging die fünfzehnjährige Carolin Stut aus Rostock an den Start. Sie tauchte in 3:21,99 auf den 6.Platz und blieb damit nur zweieinhalb Sekunden über ihrem eigenen Deutschen Jugendrekord zurück.
Yves schwamm ebenfalls über 400 m DTG Jahresbestzeit. Er lag aber im Gesamtklassement deutlich hinter den Tauchern aus Russland, Griechenland und Italien, die bereits weit unter der Drei-Minuten-Grenze blieben.

Auf der kürzesten Tauchstrecke, den 50 m ST gingen zwei Fezer - Wiebke Loyda und Frank Wille an Start. Leider spielte gerade zu diesem Zeitpunkt die Elektronik verrückt, so dass wir lange auf die Auswertung warten mussten. Willi tauchte nach sechswöchiger arbeitsbedingter Trainingspause in 0:16,92 auf Platz 7. Für Wiebke stellt die 0:21,0 eine magische Grenze dar, die sie leider wieder nicht unterbieten konnte.

Damit war der erste Wettkampftag auch schon vorbei. Müde und hungrig kehrten wir gegen 20.00 Uhr in unser Hotel zurück, wo wir uns sofort auf das Abendessen stürzten. Da wir am nächsten Tag vor dem ersten Hahnenschrei aufstehen mussten, ging der Abend sehr schnell zu Ende.

Der zweite Wettkampfabschnitt begann mit den 100 m DTG. Carolin schwamm in 0:42,90 nur zwei Zehntel über dem Deutschen Jugendrekord und kam als zweitschnellste Jugendliche ins Ziel.

Die Überraschung dieses Tages war die Leistung von Antje Zwirner über 800 m FS. Sie schwamm in 7:24,96 nur eine Sekunde langsamer als der Deutsche Rekord. Damit hatte sie ihre bisher gezeigte Leistung deutlich gesteigert und belegte den dritten Platz. Auf der halb so langen Strecke reichte es zwar nicht zum Medaillenplatz, aber hier schwamm Antje in 3:34,42 eine neue Bestzeit.
Auch der Rostocker Marco Scholz blieb vorne mit dabei. Er ließ sich jedoch für ihn völlig unvorhergesehen auf den letzten 50 Metern von einem Italiener überholen. Dennoch bewies er in 6:42,95 und am Nachmittag über 400 m FS in 3:09,66 seine bereits sehr gute Form.

Die 200 m der Damen waren wie bereits die 100 m ein russisches Duell, in das die restlichen Starterinnen nicht eingreifen konnten. In 1:41,35 blieb Christine hinter ihrer im März geschwommenen Zeit zurück und belegte den sechsten Platz.

Den krönenden Abschluss dieses Wochenendes bildeten die abschließenden 4x100-m-Staffeln. Hier erschwammen sich die Damen (Carolin Stut, Wiebke Loyda, Antje Zwirner und Christine Müller) in 3:06,63 den sechsten Rang. Die Staffel der Leipziger Damen stellte in 3:00,10 einen neuen Deutschen Vereinsrekord auf und belegte den dritten Platz.
Unsere Herrenstaffel (Marco Scholz, Frank Wille, Yves Rolack und Sven Kaiser) wurde nicht nur Dritter, sie verbesserten auch den 2002 geschwommen Deutschen Rekord der VDST-Nationalmannschaft. Die Herren vom SC DHfK Leipzig erschwammen sich im Gegenzug den Deutschen Vereinsrekord.

Am Ende dieses Wettkampfes standen drei russische Mannschaften auf dem Treppchen, gefolgt von der Auswahlmannschaft des TC fez Berlin und des Leipziger Teams. Zeit zum Feiern blieb leider nicht, da wir sofort Richtung Deutschland aufbrachen, um noch am nächsten Tag in Berlin anzukommen.

made by Christine