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Europameisterschaften im Langstreckenschwimmen | ||
Der Höhepunkt für die Freigewässerschwimmer des VDST fand in diesem Jahr im ungarischen Kecskemet nicht weit von der jugoslawischen Grenze statt. Eigentlich sollte dies kaum ein größeres Problem darstellen. Weit gefehlt. Nach einer nervenaufreibenden Fahrt mit fehlendem TÜV bei einem der Busse und damit einhergehenden endlosen Debatten an zwei Grenzübergängen erreichten wir am späten Abend völlig erschöpft unser Hotel. Trotzdem hieß es am nächsten Morgen früh aufstehen, um die Gegebenheiten am Wettkampfort kennen zu lernen. Das trübe Wasser hatte annähernd Schwimmhallentemperatur und die Strecke war ziemlich langweilig, mussten wir doch knapp 800 m auf eine Boje zuschwimmen, die nicht näher zu kommen schien. Am ersten Wettkampftag standen dann die 6000 m für die Erwachsenen auf dem Plan. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren ging es heiß her. Da bekam man an der Wende schon mal einen Ellbogen ins Gesicht oder man wurde auf der Strecke etwas unsanft an der Flosse zurückgezogen. Rücksichtnahme war nicht das Motto dieser Europameisterschaft. Trotz dieser widrigen Umstände erreichte Daniel Sonnekalb als dritter das Ziel und konnte damit die erste Medaille für den VDST sichern. Marco Scholz (6.Platz) und Enrico Schultz (8.Platz) setzten sich ebenfalls sehr gut in Szene. Wie schon in den Jahren zuvor waren die tschechischen Frauen sehr stark. Dennoch war es eine große Überraschung, als sie die ersten drei Plätze belegten. Die deutschen Damen erreichten etwas zerschlagen – Sandra Häßler mit Wunde am Kopf – knapp fünf Minuten später das Ziel, und konnten sich wieder einmal nur wundern. Für die Jugendlichen Katharina Lörks und Christian Eife ging es dann am zweiten Tag zur Sache. Kathi setzte sich von vorneherein durch und gewann nach einer spannenden letzten Runde in 1h3:59 min. Silber und damit die zweite Medaille für Deutschland. Bei den jungen Männern konnte sich Christian ebenfalls durchschlagen und erzielte nach 1h2:16 min. den neunten Platz. Den Höhepunkte eines jeden Langstreckenwettkampfes stellen wahrscheinlich die 4x2000 m-Staffeln dar. Aufgrund unserer sehr guten Platzierungen in den letzten drei Jahren, hatten wir auch in diesem Jahr die Hoffnung auf Edelmetall. Aber es sollte doch völlig anders kommen. Die Damenstaffel in der Besetzung Antje Zwirner, Katharina Lörks, Sandra Häßler und Christine Müller musste in diesem Jahr nicht nur einer enorm starken tschechischen Mannschaft, sondern auch den russischen und italienischen Teams den Vortritt geben, und belegte am Ende den vierten Platz. Unsere Herren, die mit Marco Scholz, Enrico Schultz, Christian Wagner und Daniel Sonnekalb an den Start gingen, hatten es ähnlich schwer. Sie hatten aber auch noch mit besonders starken Mannschaften aus der Ukraine und Ungarn zu kämpfen. Am Schluss eines spannenden Rennverlaufs wurden unsere Jungs „nur“ sechster. Den Abschluss dieser Europameisterschaft bildete wie schon in den Jahren zuvor die Marathon-Strecke über 20000 m, der sich Kati Vehlow und Daniel Sonnekalb stellten. Über zehn Runden hieß es nicht nur ballern, was das Zeug hält. Nein, hierbei ist auch die Rennstrategie wichtig, dies bedeutet eine regelmäßige Aufnahme von Energiedrinks und dergleichen. Daniel, der auf dieser Strecke im letzten Jahr zu seinem ersten Weltmeistertitel schwamm, musste hier jedoch aufgrund von Kopfschmerzen und Krämpfen aufgeben. Kati brachte dieses Rennen als vierte zu Ende. Auch wenn es nicht für eine Medaille reichte, war es eine großartige Leistung, die unser aller Anerkennung verdient. Am Ende dieser spannenden aber auch nervenaufreibenden Wettkampftage konnten wir feststellen, dass wir härter im Kampf um vordere Plätze werden müssen. Made by Christine Müller |
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